Februar 13th, 2009 by winni
Ich hab angefangen zu twittern. Für alle, die das nicht kennen, beim twittern handelt es sich um so genanntes Microblogging, jeder Beitrag umfasst maximal 140 Zeichen. Mal sehen, wie das weiter läuft. Bisher bin ich nicht unzufrieden. Ich kann auf jeden Fall “mal eben schnell” was bloggen, was ich hier im Weblog länger ausführen würde. v.a. Literaturhinweise etc. wirds also in aller Kürze dort geben. Und wenn ich schon dabei bin, was neues auszuprobieren: das wird zunächst mal ausschließlich englisch sein. Wenn ich Lust verspüre oder einen Sinn darin sehe, dann wirds natürlich auch mal was auf deutsch geben.
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Februar 5th, 2009 by winni
Zu guter letzt haben sie mich doch noch erwischt, nach Jahren der Enthaltsamkeit ewigen Diskussionen und Gequängel habe ich mich doch noch entschieden, mich in einem Sozialen Netzwerk anzumelden. Das liegt weniger daran, dass ich meine grundlegende Meinung geändert hätte, sondern eher daran, dass es in manchen Sozialen Gruppen nahezu unmöglich erscheint Kontakt aufzubauen oder zu halten, wenn man nicht “netzwerkt”, wie man so schön sagt.
Bei all der Kritik, die wir in den letzten Jahren geäußert haben, haben zumindest ich die Möglichkeiten dieser Netze nie in Frage gestellt. Ich habe immer betont, dass es sich um die großartige Möglichkeit handelt, Kontakt zu Leuten zu halten, die weit weg sind. Ich habe nur nie das Bedürfnis bzw die Notwendigkeit gehabt, derartige Kontakte mittels eines Sozialen Netzes pflegen zu müssen. Zeiten ändern sich, man lernt Leute im Ausland kennen. Seit gestern hab ich einen Account, allen Datenschutzbedenken zum trotz, wissend, dass auch ohne Spezifizierung meines Profils schon jetzt klar ist, wer ich bin. Der erste Schock kam schon bei der Anmeldung: ich hatte schon Freunde, bevor ich mich das erste mal eingeloggt habe. Das war ein besonderes Gefühl, gleich im ersten Moment zu sehen, dass ich keine Kontrolle mehr habe, was da eigentlich passiert.
Nun, meine momentane Vorstellung sieht derart aus, dass ich die Präsenz gerne zeitlich begrenzen will. Momentane Zielvorgabe ist Herbst. Mal sehen, wie sich der Suchtfaktor einstellt, wie wohl ich mich bei dem Laden fühle.
Wie bereits erwähnt, bleiben die Datenschutzbedenken uneingeschränkt bestehen. Nachdem ich noch nicht darauf hingewiesen habe, sei hiermit auch noch ein Paper (englisch) verlinkt, dass die grundlegenden Datenschutzprobleme in sozialen Netzwerken gut zusammenfasst: “(Under)mining Privacy in Social Networks” von Monica Chew, Dirk Balfanz und Ben Laurie. Dabei handelt es sich ironischer weise um ein Googlepaper. Nichts desto trotz eine gute Zusammenfassung, die Kernprobleme gut darstellend.
Neben diesem Social Networking Experiment, werde ich auch twitter demnächst eine Chance geben. Mal sehen wie das hinhaut. Ich hab das ganze mit jojoo abgestimmt. Nachdem wir beide ewig gemeinsam eine recht negative Einstellung zu den Netzen entwickelt haben ists nun doch ganz gut, dass wir uns beide gegenseitig Rückendeckung geben können. Ich fühl mich irgendwie fast wie damals, als ich meine “ich werde niemals ein Mobiltelefon haben”-Policy aufgegeben habe…
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