Das Gruselkabinett der Überwachung

September 9th, 2008 by winni

Nach einer etwas längeren Pause melde ich mich hier zurück und zwar mit unserem neusten Projekt, dem Gruselkabinett der Überwachung. Eigentlich handelt es sich hierbei nicht um ein Zankapfel.org Projekt, dennoch waren einige unserer Crew bei der Konzeption, Realisierung und bisherigen Durchführung beteiligt. Bisher waren wir mit dem Gruselkabinett in Berlin, im September gruselt sich Tübingen und im November werden Teile des Kabinetts in Dresden zu sehen sein.

Das Gruselkabinett der Überwachung möchte die komplexe Thematik der Überwachung des Datenschutzes greifbar machen. Viel zu oft versinken diese Themen im Sumpf des Abstrakten, wir wollen Überwachung direkt sichtbar, fühlbar machen und gleichzeitig aufklären.

Das Gruselkabinett umfasst folgende Punkte:

  1. Da es häufig schwer fällt, einen Zugang zu der abstrakten Thematik der Überwachung und Disziplinierung zu finden haben wir einige Informationstafeln ausgearbeitet, welche einen Einblick in die Mechanismen der Überwachung und Disziplinierung geben sollen.
  2. Teil dieser Ausstellung ist zudem eine Videoinstallation. Mittels einer einfachen Webcam und eines handelsüblichen PCs skizzieren wir, wie Menschen nicht nur dargestellt, sondern auch analysiert werden. Die Körper von Betrachtern der Informationstafeln werden erfasst, farblich vom Hintergrund unterschieden und mit Zahlen versehen. So werden sich Betrachter der Informationstafeln der ihnen entgegengesetzten Betrachtung bewusst.
  3. Um über die Auswirkungen von Überwachung zu informieren und um das Datenschutzbewusstsein zu stärken bieten wir auch Workshops und Vorträge zu verschiedenen Themen an. Die Workshops dienen der gezielten Schaffung eines Datenschutzbewusstseins, indem die Teilnehmer herausarbeiten, welchen Gefahren sie sich aussetzen.

Die Vorträge lassen sich gezielt auf Zielgruppen zuschneiden und decken das vollständige Spektrum des Themenfelds Datenschutz, Informationsfreiheit und Überwachung ab. Mögliche Themen für Vorträge wären etwa »Was ist eigentlich Datenschutz«, »Das Verhältnis von Arbeitnehmer und Arbeitgeber«, »Methoden der Computer und Telekommunikationsüberwachung«, »Gefahren der Internetnutzung für Jugendliche« usw.

Weitere Informationen, Kontaktdaten sowie eine kleine Broschüre über das Gruselkabinett finden sich unter www.gruselkabinett.zankapfel.org

Herzlichen Dank allen, die bei der Umsetzung des Projekts beteiligt waren, namentlich genannt sein sollten hier Philipp, Thomas, Markus, Jonas, das Ract! Team, sowie die fsrvv.

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