Was auch mal gesagt werden muss…

Januar 20th, 2008 by winni

In der Debatte um Datenschutz wird immer wieder etwas vergessen. Natürlich geht es wesentlich um Grundrechte und natürlich gibt es meist in Gesetzgebungsverfahren den Versuch zumindest Alibi-Sicherungsmechanismen einzuführen. Was aber, wenn all das gar nichts hilft? Gulli zeigt an einem eigentlich recht unspektakulären Fall, dass all die Sicherungsmechanismen vollkommen im Eimer sind, wenn der Faktor Mensch dazu kommt:

Denn in der Regel nehmen die Datenwächter an, dass natürlich niemand aus Böswilligkeit, Geldgier oder anderen niederen Beweggründen Dateneinsicht nimmt. Überraschend, wenn man bedenkt, mit welchem Misstrauen die Datensammler ansonsten das Volk beäugen, welches ihrer Ansicht nach überwiegend aus Terroristen, subversiven Elementen, Pädophilen und Staatsfeinden bestehen muss. In Florida machte sich nun ein Beamter einem minder schweren, aber durchaus auch relevanten Vergehen schuldig: der Bestechlichkeit.

[...]

Dass indessen so getan wird, dass bei den Datenschutzproblemen, die mit den geplanten zentralen Datenbanken in den Bereichen Strafverfolgung oder Gesundheit geplant sind, menschliches Versagen oder ein durchaus verbreitetes Phänomen wie Korruption und Bestechung offenbar keine Rolle spielen, bleibt unverständlich. Schon die Hackerlegende Kevin Mitnick war dafür bekannt, sehr viel mit “schlichtem” Social Engineering erreicht zu haben - aber sicher war das damals eine völlig andere Zeit und sind Beamte und Staatsangestellte über derartigen verdacht vollkommen erhaben.

Posted in Datenschutz, Überwachung |

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